Tarifvertrag gaststättengewerbe allgemeinverbindlich

Die allgemeine Anwendbarkeit eines nationalen Tarifvertrags wird vom Ausschuss festgelegt, der die allgemeine Anwendbarkeit von Tarifverträgen bestätigt, die unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Soziales und Gesundheit arbeiten. Gegenstand der jährlichen Lohnverhandlungen ist die Erhöhung der individuellen Reallöhne und gegebenenfalls die Erhöhung der in der Vereinbarung vorgesehenen Löhne, die in der Regel als Mindestlöhne definiert werden. In der Praxis gibt es eine breite Palette von Optionen zur Erhöhung der Reallöhne, die auch kombiniert werden können: dazu gehören eine allgemeine, prozentuale oder betragsbezogene Erhöhung für alle Arbeitnehmer; eine differenzierte Erhöhung nach Lohnskalen; und eine Erhöhung der Lohnsumme, die dann individuell im Unternehmen verteilt wird. Der Bundesverband der Systemgastronomie( BdS, gegründet 1988 von den Systemcaterern McDonald es Deutschland und Burger King, ist der Arbeitgeber- und Gewerbeverein der Systemcaterer. Nach Angaben des BdS hat der Verband rund 700 Mitgliedsunternehmen mit rund 100.000 Mitarbeitern in rund 2.500 Betrieben. Die Mitgliedschaft steht Franchisenehmern offen, die als unabhängige Unternehmer auftreten. Die Mitgliedschaft ist daher von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Der BdS schätzt, dass es 60 % der Unternehmen und 80 % der Beschäftigten in der Systemgastronomie ausmacht. Zwischen der NGG und den regionalen Organisationen der DEHOGA werden Tarifverträge auf sektoraler Ebene geschlossen. In 10 der 18 regionalen Organisationen der DEHOGA ist ein sogenannter OT-Status erlaubt.

Der sogenannte OT-Mitgliedschaftsstatus bedeutet, dass Arbeitgeber Mitglieder der Regionalorganisation deHOGA sein können, ohne eine verbindliche Verpflichtung zu den abgeschlossenen Tarifverträgen zu haben (OT ist das Akronym für Ohne Tarifbindung). In der Gastronomie schließen NGG und BdS sektorale Vereinbarungen auf nationaler Ebene ab. Nach dem Berufsfeldprinzip kann der anwendbare Tarifvertrag auf der Grundlage der Arbeitsaufträge des Arbeitnehmers in Abweichung vom Hauptgeschäft festgelegt werden. Der Wirtschaftszweig für den Tarifvertrag für Angestellte eines Reisebüros war beispielsweise der bereichder Reisebüros. Der fragliche Tarifvertrag galt jedoch nicht für fremden Führer des Reisebüros, die im Ausland arbeiteten, da sich die Art ihrer Arbeit von der im Tarifvertrag vorgesehenen unterscheidet. Der Tarifvertrag wurde nicht als anwendbar angesehen, obwohl er Bestimmungen über Arbeitsaufträge enthielt, die denen der Leitfäden am nächsten standen. Die zentrale Herausforderung für Hotels und Restaurants in den letzten Jahren waren die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zwischen 2008 und 2010. Die Krise traf die gesamte Branche mit Ausnahme der Fast-Food-Gastronomie. Das Beschäftigungsniveau stieg jedoch zwischen 2007 und 2010 um etwa 7 %.